#68

Neu in der Hamburger Schule

Thursday, 29. March 2007 - 19:25 Uhr In Oh, me | 6 Reaktionen

Puh. Viel los. Also kurz: ich bin jetzt in Hamburg. Erstmal sieben Wochen zur Zwischenmiete, dann hoffentlich in einer eigenen Wohnung. Mein ganzer Kram steht noch in Leipzig:

Fast alles was ich besitze

Wesentlich mehr hab ich gar nicht, Bett und Schreibtisch halt noch. Praktisch eigentlich. Jetzt wohne ich hier:

Hier wohne ich die nächsten 2 Monate

Ein Zimmer, Küche, Bad, Balkon. 6. Stock. Perfekt. Genau sowas wollte ich immer: ein Zimmer mit einer großen Fensterfront und einem Balkon davor. Hurra. Das war also schonmal super. Allerdings war ich noch doppelt in meiner Mobilität eingeschränkt: es fehlte ein Fahrrad und eine Tasche, in der ich meinen ganzen Kram unterbringen konnte. In St. Pauli einen netten Laden mit gebrauchten Rädern empfohlen bekommen, da dieses grüne Schmuckstück aus irgendeinem längst vergangenen Jahrzehnt erstanden. Entspanntes cruisen, wenn man so will. Kettenblech klappert noch, das muss ich noch hinbiegen, aber egal, feines Fahrgefühl. Damit dann also direkt aus dem Laden ins Schanzenviertel und da in den erstbesten Taschenladen: Crumpler. Uuuh. Skepsis. Bunt. Fieses Logo das überall großzügig aufgedruckt wird. Maah. Aber dann: erst gute Beratung, dann angenehme Farbkombination, dann die Erkenntnis, das da mal ernsthaft viel reinpasst, und dann ein anständiger Preis. Überraschungen galore. Nach einem Jahr ohne richtige Tasche: endlich meine Tasche. Froh.

Zum Bewegen und Mitnehmen

Dann zum neuen Arbeitsplatz. Auch alles fein und unkompliziert, und endlich die Gelegenheit bekommen, eine von einem Bekannten abgeguckte Monitoranordnung auszuprobieren: oben Code, unten Testen/Browser/anderer Code. Funktioniert hervorragend. Sehr zu empfehlen.

Arbeitsplatz

Fireabend. Hamburg rockt. Die Wohnung, die Gegend, alles rockt. Ich bekomme das debil-erfreute Grinsen kaum noch vom Gesicht.

Abends

Erzählen werde ich später, hab grade Besuch. Yeah. Und eben noch mit Max in den Pudel, DJ DSL und Frau Bass legten auf. Frau Bass ist Wahnsinn. Der letzte Donnerstag im Monat ist fortan ausgebucht. Soooo gut!

#62

Fragen Sie meinen Agenten

Sunday, 21. January 2007 - 20:52 Uhr In Erklärbär, Medien, Uncategorized | 10 Reaktionen

Ich war und bin von Firefox ja sehr angetan, besonders die integrierte, erweiterbare Suchleiste fand ich toll. Google, Wikipedia in Deutsch und Englisch, Leo, IMDB und andere Suchen direkt im Browser, das war schon super. Damit ist jetzt Schluss, die Suchleiste ist weg, die Zukunft hat sich in meinem Browser eingenistet, und sie nimmt noch nicht einmal Platz weg.

Aber mal einen Schritt zurück. Vor langer Zeit, so in der 80ern, dachte man darüber nach, wie toll das wäre, wenn Computer quasi als Agenten (in diesem Fall ein Euphemismus für Diener) fungieren würden, als Botenjungen auf der Suche nach Informationen im damals auch noch ziemlich exotischen Netz. Auf Channel 4 stellte damals Douglas Adams in einer Sendung namens Hyperland diese Idee vor: ein digitaler Butler, dem man einfach sagt, was man will, und der dann loszieht und diese Dinge besorgt. Fein. Was ist nur aus dieser glorreichen Idee geworden?

Digitale Agenten gibt es immer noch nicht wirklich, aber vor ein paar Tagen wurde mir etwas empfohlen, was schon ziemlich nah dran ist, zumindest nah genug, um mich an diese Idee zu erinnern: Serchilo.

Serchilo ist eigentlich nur eine kleine Firefox-Extension, die Suchanfragen an Suchmaschinen weiterleitet. Banal genug. In der Praxis versetzt mich dieses Ding schon seit Tagen in Verzückung. Also: anstatt in der Suchleise eine Suchmachine auszuwählen, definiert man sich Serchilo als Standardsuche in der URL-Leiste. Dann wird alles, was keine URL ist, aber in der URL-Leiste eingegeben wird, von Serchilo verarbeitet. Und was macht das sagenumwobene Ding nun konkret? Folgendes:

  • g “raccoons” - sucht bei Google nach Waschbären
  • gm “Helsinki” - zeigt Helsinki auf Google maps an
  • yt “moped dance” - sucht bei YouTube nach diesen Mopedspacken
  • php rtrim - zeigt direkt den “rtrim”-Eintrag bei php.net an
  • db leipzig,Hamburg - Bahnfahrplan für diese Strecke
  • kino leipzig - zeigt das Leipziger Kinoprogramm an
  • mfg leipzig,berlin - zeigt Mitfahrgelegenheiten für die Strecke an
  • gs zahnarzt,leipzig - Gelbe Seiten-Suche

Und noch einige hundert mehr. Amazon, Ebay, IMDB, Wikipedia, Selfhtml, SNCF, die Bibliothek der HU Berlin, diverse Wörterbücher, Flickr usw. Selber etwas hinzufügen? Total simpel, und die hinzugefügten Suchmaschinen sind dann auch global für alle Serchilo-Nutzer verfügbar.

Warum ist das jetzt so super? Ganz einfach. Es ist die ultimative Metasuche. Ich habe ohne sie einzeln in meine Suchleiste laden zu müssen sofort einige Dutzend für mich stets nützlicher Suchmaschinen zur Hand. Ich muss keine langen Listen durchgehen und die passende raussuchen und anklicken. Ich habe nicht zwei Eingabeleisten am oberen Bildschirmrand. Ich muss für die meisten Suchen nicht einmal nachsehen, die Kürzel sind so gut wie immer logisch und klar. Die Handhabung ist viel näher an diesem Agentengedanken dran: ich schreibe nur db leipzig,berlin und bekomme sofort das, was ich will. Aus meinem Firefox sind ein Haufen UI-Elemente verschwunden, und ich habe mehr Funktionalität mit weniger Mausklicks als vorher. Großartig. Gute Idee, gut umgesetzt.

#61

Wir nennen es schon wieder so.

Thursday, 04. January 2007 - 20:53 Uhr In Gestalten, Gestaltung, Musik | 2 Reaktionen

Wir nennen es Wohnzimmer

Habe gestern Nacht und heute 100 handgemachte Flyer für “Wir nennen es Wohnzimmer” gemacht, einer doch sehr gut klingenden Musikveranstaltung im Cafe Cantona.

Wiebke, Martin und Daniel werden dort am 11. Januar Abends allerlei hervorragende, aber tendenziell untanzbare und somit selten aufgelegte Stücke spielen. Musik zum Zuhören eben.

#59

Wir nennen es Wohnzimmer

Monday, 11. December 2006 - 18:44 Uhr In Alltag und Wahnsinn, Gestalten, Oh, me | Eine Reaktion

Wir haben heute mal diese digitale Bohéme auf die Spitze getrieben und in einem Café gearbeitet. Also nicht kellnern, sondern was man halt sonst so zum Geldverdienen macht, nur eben im Café. War gut, kann ich empfehlen. Programmieren könnte ich da nicht, aber zum Schreiben von Mails und Dokumentationen reicht es. Es gibt W-Lan, Pfefferminztee aus richtigen Pfefferminzzweigen (doppel-Z! 20 Punkte!), ein schlunziges Sofa, Hintergrundjazz und eine an der Decke hängende Weihnachtstanne. Auf dem Fußboden war schließlich kein Platz mehr. Nach der Arbeit dann noch etwas rumgehangen und Spiegel gelesen, wo mir wieder einmal gesagt wurde, dass Absolventen geisteswissenschaftlicher Fächer in der freien Wirtschaft sowieso völlig verloren haben und nur halb soviel verdienen wie Ingenieure.

Und da sitze ich auf diesem Sofa, bei angenehmer Musik, mit Tee, einem warmen Notebook auf dem Schoß und schaue mir Bilder von gut verdienenden Automobilingenieuren an, wie sie durch kühle Fabrikhallen huschen und scheu hinter Monitoren hervorlugen. Und eigentlich ist das alles ganz schön in Ordnung so.

Sehr seriös

#58

Mumpf

Monday, 30. October 2006 - 12:24 Uhr In Gestaltung | 5 Reaktionen

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