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Ich bringe ja beizeiten meine Faszination für verfallene oder ihrer Funktion beraubte Dinge zum Ausdruck, aber eben bin ich im Netz auf Bilder eines Gebäudes gestoßen, das war selbst mir zu viel.
Es geht um das Ryugyong Hotel, das siebtgrößte Gebäude der Welt. Man sieht es in solchen Listen eher selten, denn es wurde nie fertiggestellt. Der Bau, der 1987 begann, wurde 1992 abgebrochen. Seitdem dominiert das graue, fensterlose Monstrum die Stadt, in der es steht: Pyongyang. Nordkorea.

Das Hotel ist, wie von der Nordkoreanischen Führung nicht anders zu erwarten, ein Testament enormen Größenwahns und wahnsinnig schlechten Geschmacks. Auf 330m Höhe sind 105 Stockwerke verteilt, gekrönt von sieben übereinander angeordneten rotierenden Restaurants. Die 3000 Zimmer hätten nur 2 Jahre nach Baubeginn bezugsfertig sein sollen, doch inzwischen steht das Hotel seit fast zwei Jahrzehnten als Denkmal an die völlig darniederliegende Wirtschaft des Landes leer in dessen Hauptstadt.

